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Aus aktuellem Anlass - Fischsterben an der Talsperre Pöhl

Fischsterben Silberkarpfen

Eine im Jahr 2019 beauftragte Fischbestandsuntersuchung für die Talsperre Pöhl hatte ergeben, dass knapp die Hälfte der Fischbiomasse in der Anlage auf Silberkarpfen entfällt. Um ein großflächiges gleichzeitiges Fischsterben vieler alter Fische zu vermeiden, fand 2021 eine sogenannte Hegebefischung als Präventivmaßnahme statt, bei der bereits zahlreiche Silberkarpfen entnommen wurden. Noch immer befinden sich jedoch mehrere Tonnen der Fische in der Talsperre Pöhl. Das derzeit gehäufte Auftreten toter Silberkarpfen in den Uferbereichen der Talsperre Pöhl ist auf den überalterten Bestand zurückzuführen. Rückschlüsse auf eine mangelnde Wasserqualität sind auszuschließen.

Bei Sichtungen toter Fische bitten wir Sie, den Platzwarten der Campingplätze oder der Rezeption am Campingplatz Gunzenberg Bescheid zu geben. Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

Hintergrundinformation (Quelle: Landestalsperren Verwaltung Sachsen):

Silberkarpfen wurden Ende der 1980er Jahre in die Talsperre eingebracht. Sie stammen ursprünglich aus Asien und können sich in unseren Gewässern in der Regel nicht natürlich fortpflanzen. Sie haben aufgrund ihrer Größe keine Fressfeinde. Die Folge ist ein überalterter Bestand, aus dem ein plötzlich auftretendes Massensterben resultieren kann. In absehbarer Zeit wird die Population in der Talsperre Pöhl erlöschen.

Verunreinigungen der Uferbereiche

In letzter Zeit erreichten uns viele Beschwerden zu mit Kot verunreinigten Uferabschnitten. Es handelt sich bei den Hinterlassenschaften nicht um Hundekot, sondern hauptsächlich um Kot von Wildvögeln (Schwäne und Nilgänse).      
Die Talsperre Pöhl als Teil eines 3.920 ha großen Landschaftsschutzgebietes bietet Lebensraum für eine artenreiche Flora und Fauna. Dennoch ist das derzeitige Problem der Verunreinigungen auch auf die unkontrollierte und nicht artgerechte Fütterung der Wildvögel durch den Menschen zurückzuführen.

Wir bitten daher alle Besucher und Besucherinnen der Talsperre das Anfüttern der Wildtiere zu unterlassen, um eine Belastung der Wasserqualität und die Beeinträchtigung der Nutzung der Liegewiesen zu vermeiden.